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Der Schlossturm von Murten

Murten Tourismus
Französische Kirchgasse 6
3280 Murten

+41 26 670 51 12

www.regionmurtensee.ch

Der Schlossturm von Murten, im 13 Jh. erbaut, bedarf noch weiteren archäologischen Untersuchungen damit wir genaueres über seine späteren Bauphasen und die Entwicklung der Nutzung erzählen können.

Nach der Begehung mit Christian Kündig vom Amt für Archäologie durfte festgestellt werden, dass der Schlossturm ein verwandter Bautyp des „Donjon“ von Bossonnens im Kanton Freiburg ist. Beide stammen aus der gleichen Bauzeit. Das letzte Geschoss war vermutlich nur über eine Leiter am anderen Ende des aktuellen Treppenaufgangs erreichbar und diente nach der ersten und zweiten Bauphase als letzte Rückzugsmöglichkeit.

Die ersten Gefängniszellen wurden im Schlossteil des Turms eingebaut. Ab wann der Turm als Kerker benutzt wurde ist nicht belegt. Ob die zwei 1540 eingebauten Tonnengewölbe bereits für diese Nutzung erstellt wurden, bleibt offen. Im Grossen Turm wurde pro Geschoss eine Zelle eingebaut, die mittels eines Steines oder eines Metallofens beheizt wurden. 1939 wurden in der anliegenden Remise, neue zusätzliche Gefängniszellen eingebaut. Diese wurden bei der Reorganisation der Kantonspolizei im Februar 2002 geschlossen.

In den Zellen im Grossen Turm wurden Graffitis, datiert aus dem Jahre 1970, gefunden. Die Graffitis auf den Kaminen im Dachgeschoss dienten der internen Kommunikation zwischen den inhaftierten Militärhäftlingen und ihren Betreuern. Sie wurden für die Begehung des Turms im Kulturerbejahr 2018 nicht abgedeckt. Dennoch bitten wir die Besucher, diese sozial-geschichtlichen wichtigen Zeugen nicht zu beschädigen, entfernen oder gar mit zusätzlichen Kunstwerken zu kommentieren.

Die Dohlen, teilweise auch Turmdohlen genannt, brüten seit den 1930er Jahren im Schloss Murten. Seit 1984 wird die Kolonie vor Ort von Roland Gander für die Vogelwarte Sempach betreut. Die heutige Kolonie zählt rund 20 Brutpaare. Die Jungvögel sind jeweils erst ab Ende Juni gross genug, um eigenständig während 4-6 Wochen auf Nahrungssuche zu gehen. Teilweise wohnen sie in Bäumen bevor sie sich, nach den „Gewohnheiten ihrer Kolonie“, in den vorhandenen Nistkästen neu einnisten, um ab März für Nachwuchs zu sorgen. Um die schreckhaften Tiere beobachten zu können, bitten wir Besucher und Naturfreunde, sich den Fenstern langsam zu nähern und laute Gespräche zu vermeiden.

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