Die Geschichte eines mitteralterlichen Städchens

Murten liegt an der Nord-Süd-Route (E4 & A1) zwischen Bern und Lausanne und ist der Hauptort des freiburgischen Seebezirks. Das mittelalterliche Städtchen liegt im schweizerischen Mittelland, am Rande vom Grossen Moos, auf einer leichten Anhöhe (450 M. ü. M.) am Ufer des nach ihm benannten Sees. Aus der bedeutenden Vergangenheit sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Schloss, die Ringmauer, das Strassenbild und die Arkaden gut erhalten geblieben. Von den rund 5'700 Einwohnern spricht der überwiegende Teil deutsch (73%) und eine Minderheit französisch (14%).

 

Geschichte

  • Murten wird 515 erstmals als Hof «Muratum» erwähnt, 1013 als Festung.
  • 1159-1179 Stadtgründung unter dem Zähringer Herzog Berchtold IV. als Bollwerk gegen Westen. Aussterben der Zähringer 1218. Murten wird unter dem deutschen Kaiser Friedrich II. «freie Reichsstadt»
  • 1255 schliesst Murten mit Graf Peter von Savoyen einen Schutzvertrag ab.
  • 1377 erteilt Graf Amadeus von Savoyen das Stadtrecht.
  • 1416 letzter grosser Stadtbrand und Wiederaufbau in Stein anstatt in Holz.
  • 1475 wird Murten durch Bern und Freiburg besetzt. Ende der Savoyer Herrschaft.
  • 1476 Belagerung Murtens durch das burgundische Heer von Karl dem Kühnen, das durch die Eidgenossen vernichtend geschlagen wird. Der Jahrestag der Schlacht, der 22. Juni, wird alljährlich als Solennität (Jugendfest) gefeiert.
  • 1484 wird Murten für mehr als dreihundert Jahre gemeine Herrschaft der Städte Bern und Freiburg. Der Schultheiss wird wechselweise für je fünf Jahre eingesetzt.
  • 1798 Einmarsch der Franzosen.
  • 1803 Napoleon teilt Murten gegen den Willen der Bevölkerung endgültig dem Kanton Freiburg zu.